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Vegane Getränke - worauf beim Kauf geachtet werden sollte

Vegane Getränke

Viele Menschen die sich gegen den Konsum von tierischen Produkten entschieden haben, kontrollieren besonders ihr Essen höchst penibel. Bei Getränken hingegen fällt diese Kontrolle meist lascher aus. Wer kommt schon auf die Idee, dass in Wein, Bier und Co. tierische Produkte enthalten sein könnten, wenn sie doch eigentlich bloß aus Wasser und Aromen bestehen? Falsch gedacht!

Wer konsequent vegan leben möchte, sollte auch bei Getränken seinen Blick schärfen. Denn wie so oft, versteckt sich der Teufel im Detail und worauf ihr als Veganer achten solltet, erfahrt ihr in diesem Artikel.

 

Wo sich überall tierische Produkte verstecken können

vegane Spirituosen

Die Grundzutaten der meisten Getränke sind tierfrei: Das Obst der Fruchtsäfte genauso wie die Weintrauben für den Wein oder Hopfen und Malz für des Deutschen liebstes Bier.

Anders sieht es dann schon bei den Zusatzstoffen aus. Viele Spirituosen werden Farbstoffe zugesetzt, damit sie in grellen Farben zum optischen Genuss beitragen oder Grundlage schillernder Drinks sein können. Genauso sieht es mit einigen Aromastoffen aus, die im Kern dann doch Tierisches enthalten. So z. B. echtes Karmin, das häufig als Farbstoff in Getränken eingesetzt wird. Veganer und Vegetarier sollten ihn meiden, denn er wird aus Schildläusen gewonnen.

 

Ein weiteres Verfahren, das Getränke für eine vegane Ernährung unbrauchbar macht, ist die Klärung. Klarer Apfelsaft, Wein und Sekt erhalten ihre kristallklare Optik nur durch spezielle Verfahren, bei denen Trübstoffe und kleine Partikel entfernt werden. Bei diesem Produktionsschritt kommt z. B. häufig Gelatine zum Einsatz. Gängige Klärmittel sind:

  • Gelatine
  • Molkeproteine
  • Kaliumkaseinate
  • Hausenblase
  • Aktivkohle

Basis von Speisegelatine sind Knochen, Knorpel und Sehnen vom Schwein oder Rind. Molkeproteine und Kaliumkaseate werden aus Kuhmilch gewonnen, die Hausenblase stammt von Welsen und anderen Fischen und Aktivkohle kann aus Knochen gewonnen werden. Das Problem an diesen Stoffen ist, dass sie eindeutig nicht tierfrei sind, aber nicht darauf aufmerksam gemacht werden muss, da sie Produktionshilfsmittel sind.

Der Grund: Sie werden nur bei der Produktion eingesetzt und danach wieder entfernt, daher ist eine Auszeichnung gesetzlich nicht vorgeschrieben. Genauso nicht zu unterschätzen ist das Verpackungsmaterial der konsumierten Getränke. Hätten ihr gewusst, dass einige Etiketten Kuhmilch enthalten? Das in ihr enthaltene Casein wird in vielen Leimsorten genutzt.

Ist Bier vegan?

Veganes Bier

In Deutschland unterliegt die Brauereikunst dem deutschen Reinheitsgebot. Dieses Gebot besagt, dass lediglich Hopfen, Malz, Hefe und Wasser für die Zubereitung genutzt werden dürfen. Damit sind deutsche Biere wie Becks, Schöfferhofer, oder Krombacher vegan.

Bei Importen und ausländischem Bier kann das schon wieder anders aussehen. Ob der Hersteller dann z. B. tierische Produkte bei der Klärung eingesetzt hat, wird offen gelassen und hier gilt es entweder auf das Vegan­Label zu achten oder direkt beim Hersteller anzufragen.

 

Welche Schnäpse, Liköre & Co. sind vegan?

vegane Obstschäpse

Beim Brennen vom Obstschnaps gibt es in Deutschland ähnliche strenge Gebote wie bei der Bierbrauerei. So dürfen Obstbrände z. B. keine Aroma­ oder Farbstoffe zugesetzt werden. Gleiches gilt hier auch für ihre Klärung und Filterung.

Anders sieht es bei Likören aus. Viele werden auf Basis künstlicher Aromen hergestellt oder mit Milchprodukten versetzt. Sie sind für Veganer also tabu.

 

Woran erkennt man vegane Getränke?

Label für vegane Getränke und Lebensmittel

Seit 2012 müssen Albumin und Kasein ausgeschrieben werden. Diese Produkte, die aus Hühnerei oder Kuhmilch hergestellt werden, gelten als Allergene, weshalb ihre Deklaration gesetzlich verankert wurde. Diese Pflicht gilt aber auch nur, wenn sie in dem Produkt nach der Fertigung enthalten bleiben. Daher ist es bis heute am einfachsten nach dem V­-Label Ausschau zu halten.

Um auf Nummer sicher beim tierfreien Getränke­genuss zu gehen, solltet ihr also:
  • Auf die einschlägigen Labels achten. Besonders Weine und Sektsorten sind mittlerweile oft gekennzeichnet, wenn sie komplett tierfrei sind.
  • Ansonsten genau die Zutaten kontrollieren. Im Internet gibt es zu allen Farb­- und Inhaltsstoffen ausführliche Informationen.
  • Darauf achten, dass sich tierisches nicht im Etikett selber versteckt, wenn der Leim z. B. auf Kuhmilchbasis funktioniert.
  • Zu alkoholischen Getränken greifen, die garantiert tierfrei sind, wie z. B. deutsches Bier.
  • Oder bei den Herstellern nachfragen, um auch 100 Prozent sicher zu sein.

 





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